Arm und Reich

 

Im Dossier "Arm und Reich" haben wir Artikel aus der Presse oder aus dem Internet zusammengestellt. Es wird laufend aktualisiert und weiter geführt. Damit versuchen wir zu dokumentieren, wie in der Schweiz Ungleichheit und Ungerechtigkeit stetig zunehmen. Die eine oder andere Information kann dir bei persönlichen Schwierigkeiten im Umgang mit Geld weiter helfen.

Arbeit - gerechte Arbeit? Gerechte Entlöhnung?

Haben Sie gewusst: 1,8 Milliarden Menschen weltweit arbeiten informell  – also ohne Arbeitsvertrag, soziale Sicherheit, Rechtsschutz und meist zu miserablen Löhnen. Nur 1,2 Milliarden haben einen  Vertrag.

 

Was bedeutet das? Welches sind die Konsquenzen? Wie ist das in der Schweiz?

 

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Die Sozialhilfe wird angeschwärzt

meinte Oswald Sigg in der NZZ am Sonntag. Dies, weil die Ausschaffungsinitiative - über welche Ende November 2010 abgestimmt wird - grundlegende Werte Werte verkehrt

 

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Sozialhilfemissbrauch / Studie des SAH

Die Debatte zum Thema Sozialhilfemissbrauch ist nicht neu! Allerdings stellt eine politisierte und medial breit getretene Sozialhilfemissbrauchsdebatte Klientinnen und Klienten der gesetzlichen Sozialhilfe immer wieder aufs Neue unter den Generalverdacht des Betrugs und des Schmarotzertums.

Auch der Vertrauensverlust in die Institutionen der gesetzlichen Sozialhilfe, die Aberkennung der Professionalität der Sozial Arbeitenden und die Abnahme gesellschaftlicher Solidarität sind reale Folgen einer tendenziösen und für die Politik instrumentalisierten Debatte über das Thema Missbrauch. Diese Folgen waren mit der Debatte, die der Aufdeckung zweier stossender Missbrauchsfälle in der Stadt Bern folgte, deutlich zu spüren.

Die vorliegende Arbeit liefert Fakten zum Thema Sozialhilfemissbrauch in der Stadt Bern mit dem Ziel damit zur Versachlichung der Debatte beizutragen. Der Begriff Sozialhilfemissbrauch wird genauer untersucht und aktuelle Zahlen zum Thema aufbereitet, um aufzuzeigen von welchem Ausmass des Sozialhilfemissbrauchs tatsächlich ausgegangen werden kann. Ein weiterer Teil liefert eine Übersicht der Geschehnisse in der Stadt Bern nach der Aufdeckung einzelner Missbrauchsfälle. Die zwei medial präsentesten Berichte, die während der anschliessenden Untersuchung des Sozialdienstes der Stadt verfasst wurden, werden in der Arbeit aufgenommen und ihre gegensätzlichen Aussagen gegeneinander abgewogen. Neben der Tatsache dass sich noch kein einheitliches Verständnis von Sozialhilfemissbrauch durchgesetzt hat, fehlen die Grundlagen, um Missbrauch in der gesetzlichen Sozialhilfe zuverlässig zu messen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann der strafrechtlich relevante Missbrauch mit unter 2 % beziffert werden und der Missbrauch in einem weiten Verständnis des Begriffs zwischen 2 % und 5 %. Die Missbrauchsquote in der Stadt Bern betrug zu keinem Zeitpunkt 30 % wie aus dem Bericht des Finanzinspektorrats abgeleitet wurde. Die Existenzsicherung als Kerngeschäft der gesetzlichen Sozialhilfe darf bei allen Massnahmen zur Missbrauchsbekämpfung nicht aus den Augen verloren werden. Die politischen Reaktionen und die Aufbereitung des Themas durch die Berner Medien geben einen Hinweis darauf, welche Entrüstung eine emotionalisierte Debatte zum Thema Sozialhilfemissbrauch auslösen kann und welche Folgen dadurch für die Betroffenen entstehen.

 

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Wenige haben viel - Viele haben wenig!

Die Verteilung der Haushaltseinkommen in der Schweiz pro Jahr zeigt auf: Wenige haben viel - Viele haben wenig!

 

Zur Abbildung:

Haushaltseinkommen der Schweiz in 10 Gruppen aufgeteilt. Werte auf Tausend gerundet. Die untersten 10% der Haushalte verfügen im Schnitt ein Einkommen von CHF 26'000.-- Die obersten 10% kommen im Durchschnitt auf CHF 246'000.-- also beinahe über ein 10 x höheres Einkommen als die untersten 10%.

Budgeteratungsstellen

Die Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Budgetberatungsstellen (ASB) bietet auf ihrem Webportal Informationen und Werkzeuge für die Berechnung des persönlichen Budgets

« Nur wer stark ist, kann der Verlockung widerstehen »

Das Leben auf Pump ist unter Jugendlichen verbreitet. Doch überschuldet ist nur eine kleine Minderheit von ihnen. «oft kompensieren sie ihre fehlenden Perspektiven mit Konsum », sagt Elisa Streuli, Dozentin an der Fachhochschule Nordwestschweiz.

 

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«Superreiche Erben schaden uns»

Immer mehr Geld konzentriert sich in den Händen von immer weniger Superreichen. Das gefährdet die Wirtschaft und die Demokratie, warnt Hans Kissling, ehemaliger Zürcher Chefstatistiker.

 

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(Aus Beobachter 09/08 "Gesellschaft". Text von Dominique Strebel)

Wie billig darf Arbeit sein?

Outsourcing, Arbeit auf Abruf und Temporärarbeit: Wie Arbeitgeber Gesamtarbeitsverträge aushebeln, damit Lohnkosten senken und Arbeitnehmer flexibel halten. 

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(Aus Beobachter 09/08 "Hungerlöhne". Text von Dominique Strebel, Thomas Angeli, Beat Grossrieder. Bild von Gerry Nitsch)